Mein Seelenweg ist vorgeschrieben

Ich habe mir eine Umlaufbahn im Universum der Erde ausgewählt. Eine Aussage, die auf den ersten Blick widersprüchlich scheint. Es wird immer vom freien Willen gesprochen – wenn der Seelenweg vorgegeben ist – wo bleibt er dann?

Möglicherweise habe ich mir den Seelenweg aus freien Stücken gewählt, bevor ich ins Universum der Erde zurück gekommen bin?

Dann frage ich mich als nächstes: was habe ich denn da gewählt? Entspricht das Leben, welches ich führe, dem gewählten Plan und wie kann ich alles in meinem Leben gewählt haben? Bei den angenehmen Dingen kann ich mich selbst loben – ja! das habe ich verdient. Wie steht es denn mit den Situationen oder Menschen, die uns herausfordern?

Bei meinen Überlegungen bin ich auf zwei Dinge gestossen, die mir wichtig scheinen:

  1. Ich bin in die Welt gekommen und habe Präferenzen und Talente mitgebracht. Talent wird in Englisch mit ‚gift‘ übersetzt, was gleichzeitig auch Geschenk heisst. Was sind die Geschenke, welche ich hierher mitgebracht habe?
  2. Die Welt ist so, wie ich sie betrachte. Wenn ich also davon ausgehe, dass ich meinen Seelenweg gewählt habe, welche Brille nützt mir in meinem Leben, so dass ich die Schätze heben kann, welche ich hierher mitgenommen habe?

Auch wenn die Weltanschauung und die Wörter die hier gewählt wurden, nicht deiner Wahl entsprechen – die Fragen sind meiner Meinung nach für alle dieselben.

So oder so: Welche Talente habe ich mitgebracht und möchte ich vertiefen? Welchen Beitrag kann ich damit in die Welt bringen?

Uns erfüllt es, wenn wir Dinge tun, welche uns erfreuen. Sie müssen nicht offensichtlich sein und auch nicht erfolgreich. Das wichtigste ist dabei, dass wir Freude empfinden und in uns hineinhorchen. Was tut mir gut?

Wie kann ich die Dinge anders anschauen, die mir als Herausforderungen vorkommen – was gibt es da zu lernen? Ist es ein Thema, welches mich bereits einige Zeit begleitet? Was steckt dahinter? Soll ich eine andere Perspektive einnehmen oder mehr für mich einstehen? Die Antworten sind oft im Inneren zu finden.

Als Inspiration kann auch eine Engelskarte dienen: